UMGEBUNG UND WEGE

Dintorni ed itinerari

 

 

63 km von Grosseto, 60 von Siena, 183 von Rom und 20 vom Gipfel des Berges Amiata entfernt, zählt sich die Gemeinde zu einer einzigen Fraktion, Pescina, und ist 50 km2 groß. Der größte Teil der Fläche ist mit Olivenbäumen überdeckt, deren Öl die wichtigste Einnahmequelle des Dorfs ist.
Heute zählt die Gemeinde 1.015 Einwohner (1.239 waren es 1981), die „seggianési" genannt werden.

Seggiano ist die tiefstliegendste der Gemeinden, die sich den Berg Amiata teilen.
Wenn man nach Seggiano kommt, erscheint zwischen den Olivenbäumen (die typische Sorte des Olivastra von Seggiana), die Wallfahrtskirche der Madonna della Carità (Mutter Gottes der Barmherzigkeit), eine der ungewöhnlichsten und interessantesten der religiösendes Sehenswürdigkeiten des Berges Amiata. Es handelt sich um ein Gebäude im Stil des späten 16. Jahrhunderts nach manieristischem mitteleuropäischem Geschmack. Nach einer verheerenden Hungersnot wurde der Bau um 1588 begonnen und vermutlich um 1603 vollendet. Vor allem die Außenseite mit der komplizierten und reichen Fassade und der Backsteinkuppel mit 4 Schnitzen ist besonders beeindruckend.
Näher am Dorfkern liegt die 1486 erbaute Kirche San Rocco. Das Innere der einschiffigen Kirche birgt interessante Fresken, auf welchen Soldaten aus fernen Zeiten ihre Unterschrift hinterlassen haben: ein Vandalenakt, der mit der Zeit einen gewissen historischen Wert erlangt hat.
Gegenüber des neugotischen Gemeindehauses steht die dem Heiligen Bernhard geweihte Pfarrkirche. Im Mittelalter erbaut, wurde es in den 30er-Jahren rekonstruirt und bewahrt ein Bild auf, das die Jungfrau mit Kind auf dem Thron mit dem Heiligen Bernhard, Michael und Johannes dem Täufer darstellt, ein Werk von Bartolomeo Bulgarini, eines sieneser Malers des 14. Jahrhunderts.

Weiter oben findet man die Kirche des Corpus Domini, die auch dem Heiligen Bernhard von Siena geweiht ist. Ein besonderes Augenmerk verdienen die Madonna mit Kind aus dem späten 14. Jahrhundert und eine Reliquie des Heiligen Bernardino von Siena.
Von Seggiano führt eine Strasse, die einen prachtvollen Ausblick auf das Dorf und die dunkle Masse des Bergs Amiata bietet, über das berühmte Valle degli Ulivi (Tal der Olivenbäume) zum Schloss von Potentino. Die Burg ist von bewirtschafteten Feldern umgeben und nicht öffentlich zugänglich. Ein wenig weiter kommt man zu den Ruinen des Klosters del Colombaio, wo der Heilige Bernhard von Siena sein Noviziat verbracht hat.


 Zu besichtigen:

• Die zwei TORE der alten Ummauerung, obwohl nicht leicht zu finden.
• Die Kirche des Heiligen BERNARDINO, romanischen Ursprungs, die sich im obersten Teil des Dorfes befindet und die Reliquie des Heiligen beherbergt.
• Die KAPELLE DES HEILIGEN ROCCO, ein kleines, von der Bevölkerung als Ex-Votum nach der Pest im Jahr 1468 erbautes Oratorium.
• Außerhalb des Dorfs liegt die im 16. Jahrhundert nach einer katastrophalen Hungersnot erbauten WALLFAHRTSKIRCHE DER MADONNA DELLA CARITA'. Sie ist mit ihrer roten Kuppel und den kostbaren Dekorationen auf der Fassade im Stil des Spätmanierismus leicht erkennbar.
• Das SCHLOSS VON POTENTINO, dessen Pfarrei sich noch im 19. Jahrhundert Seelsorge betrieb. Heute präsentiert es sich als befestigter Renaissancepalast mit Türmen.